Spottender Tölpel

Hallo, ich heiße Pascal und habe vor wenigen Minuten die letzten Seiten des dritten Bandes der Hunger Games Trilogie weggelesen, was bedeutet, dass ich jetzt damit fertig bin, es sei denn, Suzanne Collins bemerkt spontan dass Geld. Ich bin jetzt in der glücklichen Lage, mir ein berechtigtes Urteil bilden zu können und an dieser Stelle solltet ihr gewarnt sein, dass ich keinerlei Rücksicht auf niemanden nehmen werde und vermutlich im ersten Satz das Ende der Reihe verraten werde, seht dies hier also bitte als euren letzten, sicheren Ausstiegspunkt (Wenn ihr den Text nur überflogen habt und dabei aus versehen lest, dass Katniss Präsident Snow heiratet und Peeta ihr Haussklave wird, oder so, dann tja, Pech gehabt).

Bevor ich ans Eingemachte gehe, also anfange, über das, was ich gelesen habe, wirklich zu reflektiere, bringen wir den langweiligen Teil hinter uns: Alle Bücher sind spannend geschriebene Abenteuerromane und niemand wird es für verschwendetes Geld oder Zeit halten, sie gelesen zu haben. Natürlich ist die Idee mit den Hungerspielen nicht neu in der Weltliteratur (Hallo Battle Royale Flamekinder!), die Welt als Ganzes ist aber durchaus sehr phantasievoll aufgebaut und sogar intelligenter, als der platte Wortwitz “Panem” vermuten ließe. Dabei wird ziemlich wenig über die Hintergründe erklärt, wie es eigentlich zur aktuellen Gesellschaftsform und der allgemeinen Lage der Erde kam, aber durch sinnvolles und stringentes World Building, das ja sowieso viel wichtiger ist, konnten durch Andeutungen viele Sachen erklärt werden, ohne wirklich dort zu stehen: Fortgeschrittene, aber nicht all zu ferne Zukunft, globale Erwärmung, vermutlich ein Krieg und eine militärisch starke Gruppe, die die Macht an sich reißt.

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