Definitiv keine Hate Speech

Facebook hat wieder ein Mal meine Beschwerde abgewiesen, als ich etwas als Volksverhetzung gemeldet habe. Ich weiß nicht, ob sich irgendjemand die Mühe macht, die Beschwerde überhaupt durchzulesen oder ob der Beitrag einfach nach „Nigger“ durchsucht wird und bei fehlenden Schimpfworten einfach automatisiert abgewiesen wird. Es würde vielleicht auch helfen, könnte ich einen Text zur Beschwerde verfassen, aber naja, das wäre ja sicher Arbeit. Es schrammt wahrscheinlich an strafrechtlicher Relevanz vorbei, stört aber massiv das freundliche Miteinander, wenn schon ich, der weißeste, männlichste und heterosexuellste Deutsche von allen, sich davon gestört fühlt. Ich zitiere den Beitrag jetzt im Ganzen – wer ihn verfasst hat und wie er zu mir kam soll nichts zur Sache tun.

Nachdem die “Zigeunersauce” wegen Diskriminierung umbenannt werden soll…

!!!Bitte Durchlesen, gerade unsere Moslems etc. hier!!!

Da hat sich Jemand was vom Herzen geschrieben. Und Recht hat sie. Das ist der HAMMER!!! (kommt von einer jungen Lehrerin!)

Liebe verantwortliche Landes- und Bezirksschulräte und Politiker, liebe Ausländer! Wenn wir nicht mehr ‚Grüß Gott’ sagen dürfen, gibt es nur eine Alternative:

Ihr habt das RECHT, Deutschland zu verlassen, wenn es euch nicht passt!

Schön langsam sollten auch wir in Deutschland wach werden! Zu Schulbeginn wurden in Stuttgarter Schulen, die Kinder von ihren Klassenvorständen informiert, wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten hätte. Grüßen, Bitte und Danke sagen, einfach höflich und freundlich sein. Soweit in Ordnung, aber des Weiteren wurde ihnen auch mitgeteilt, dass das uns in Baden Württemberg vertraute ‚Grüß Gott’ nicht mehr verwendet werden darf, da das die moslemischen Mitschüler beleidigen könnte.

Dazu kann man als Otto Normalbürger eigentlich nichts mehr anfügen und nur mehr den Kopf schütteln.
Ich kann’s gar nicht glauben. Ist aber wahr. Ihr könnt Euch gerne in Stuttgart in den Volksschulen erkundigen.

EINWANDERER UND NICHT DIE Deutschen SOLLEN SICH ANPASSEN!

Ich bin es leid, zu erleben, wie diese Nation sich Gedanken macht darüber, ob wir irgendein Individuum oder seine Kultur beleidigen könnten. Die Mehrheit der Deutschen steht patriotisch zu unserem Land. Aber immer und überall hört man Stimmen ‚politisch korrekter’ Kreise, die befürchten, unser Patriotismus könnte andere beleidigen.

Versteht das bitte nicht falsch, ich bin keineswegs gegen Einwanderung; die meisten kamen nach Deutschland, weil sie sich hier ein besseres Leben erhofften.

Es gibt aber ein paar Dinge, die sich Neuankömmlinge, und offenbar auch hier Geborene, unbedingt hinter die Ohren schreiben sollten.

Die Idee von Deutschland als multikultureller Gemeinschaft hat bisher nur eine ziemliche Verwässerung unserer Souveränität und unserer nationalen Identität geführt. Als Deutsche haben wir unsere eigene Kultur, unsere eigene Gesellschaftsordnung, unsere eigene Sprache und unseren eigenen Lebensstil. Diese Kultur hat sich während Jahrhunderten entwickelt aus Kämpfen, Versuchen und Siegen von Millionen Männern und Frauen, die Freiheit suchten.

Wir sprechen hier Deutsch, nicht Türkisch, Englisch, Spanisch, Libanesisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, oder irgend eine andere Sprache. Wenn Sie also Teil unserer Gesellschaft werden wollen, dann lernen Sie gefälligst die Sprache!

‚Im Namen Gottes’ ist unser nationales Motto. Das ist nicht irgendein politischer Slogan der rechten Parteien. Wir haben dieses Motto angenommen, weil christliche Männer und Frauen diesen Staat nach christlichen Prinzipien gegründet und entwickelt haben.

Es ist also auch nicht abwegig, dies an den Wänden unserer Schulen mit einem Kreuz zu manifestieren. Wenn Sie sich durch Gott beleidigt fühlen, dann schlage ich vor, Sie wählen einen anderen Ort auf der Welt als Ihren neuen Wohnsitz, denn Gott ist nun mal Teil unserer Kultur. Wenn Sie das Kreuz in der Schule empört, oder wenn Ihnen der christliche Glaube nicht gefällt, dann sollten Sie ernsthaft erwägen, in einen anderen Teil dieses Planeten zu ziehen, er ist groß genug. Wir sind hier glücklich und zufrieden mit unserer Kultur und haben nicht den geringsten Wunsch, uns groß zu verändern und es ist uns auch völlig egal, wie die Dinge dort liefen, wo Sie herkamen.

Dies ist UNSER STAAT, UNSER LAND, und UNSERE LEBENSART, und wir gönnen Ihnen gerne jede Möglichkeit, dies alles und unseren Wohlstand mit uns zu genießen.

Aber wenn Sie nichts anderes tun als reklamieren, stöhnen und schimpfen über unsere Fahne, unser Gelöbnis, unser nationales Motto oder unseren Lebensstil, dann möchte ich Sie ganz dringend ermutigen, von einer anderen, großartigen deutschen Freiheit Gebrauch zu machen, nämlich vom ‚RECHT UNS ZU VERLASSEN, WENN ES IHNEN NICHT PASST!’

Wenn Sie hier nicht glücklich sind, so wie es ist, dann hauen Sie ab! Wir haben Sie nicht gezwungen, herzukommen. Sie haben uns darum gebeten, hier bleiben zu dürfen. Also akzeptieren Sie gefälligst das Land, das SIE akzeptiert hat.

Eigentlich ganz einfach, wenn Sie darüber nachdenken, oder?

Wenn wir dieses Schreiben an unsere Freunde und Bekannten weiterleiten, dann werden es früher oder später auch die Reklamierer in die Finger bekommen. Versuchen könnte man’s wenigstens. Egal, wie oft Ihr es empfangt… sendet es einfach weiter an alle, die Ihr kennt! …

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Das vielleicht größte Problem ist, dass wie immer Nationalität, Kultur, Religion und Hautfarbe gleichgesetzt werden. Deutschland ist nicht das Christentum, die Bundesrepublik Deutschland hat nichts mit einem bestimmten Kulturkreis zu tun, nicht alle Zuwanderer sind Moslems und viele POCs sind Deutsche in der zweiten oder dritten oder tausendsten Generation. Warum „Deutschland“ ein Begriff ist, der Nicht-Christen und Nicht-Weiße ausschließen sollte hab ich noch nie verstanden. Ich fühle mich nicht sonderlich Deutsch, für andere Leute scheint Deutschsein ja ein Gemütszustand zu sein, und ich weiß nicht, warum Leute wegen ihrer Religion oder ihrer Hautfarbe weniger Deutsch sein sollten als ich. Vielleicht fühlt die nette, dunkelhäutige Familie hier die Straße runter sich sogar deutscher als ich, immerhin reden sie Deutsch, ihre Kinder besuchen einen deutschen Kindergarten, sie leben in Deutschland und ich vermute, dass sie auch alle deutsche Ausweise besitzen und bei deutschen Arbeitgebern arbeiten.

Ich bin es leid, zu erleben, wie diese Nation sich Gedanken macht darüber, ob wir irgendein Individuum oder seine Kultur beleidigen könnten.

Würden wir uns keine Gedanken darüber machen, ob wir ein Individuum oder eine Kultur beleidigen könnten müsste ich mir gar nicht die Mühe machen, das Leuten zu erklären: Man könnte euch Individuen mit eurer Scheißkultur einfach Arschloch nennen und euch auf die Nase hauen. Aber ihr erwartet natürlich den Respekt, dass man das nicht tut. Bringt diesen Respekt doch bitte auch anderen Individuen und Kulturen entgegen. Was beleidigend ist und was nicht ist subjektiv und es steht euch nicht zu für andere Leute zu bestimmen, wie sie das empfinden. Wenn ich meine guten Freunde dumme Arschlöcher nenne dann finden sie das lustig. Ich erwarte aber nicht, dass Fremde das auch tun würden. Das gleiche gilt im großen Maßstab für Wörter wie „Schwul“, „Neger“ und „Zigeuner“. Ihr meint sie vielleicht wirklich nicht böse (und selbst das würde ich oft anzweifeln), aber überlasst die Entscheidung, wie andere darüber denken, bitte den anderen.

Die Mehrheit der Deutschen steht patriotisch zu unserem Land. Aber immer und überall hört man Stimmen ‚politisch korrekter’ Kreise, die befürchten, unser Patriotismus könnte andere beleidigen.

Ja, stimmt. Nur ist Patriotismus halt scheiße. Patriotismus schließt mit ein, stolz auf das eigene Land zu sein und stolz sein kann man nur auf Dinge, zu denen man etwas beigetragen hat. Ihr seid nichts besseres und ihr habt nichts besonderes getan, weil ihr zufällig auf den richtigen paar Quadratkilometern der Erde geboren seid. Vielleicht, wenn ihr ganz vorsichtig seid, könnt ihr als Politiker ein bisschen patriotisch sein, dann ist die Bundesrepublik unter Umständen wirklich ein kleines bisschen euer Verdienst. Ansonsten müsst ihr aufhören, stolz auf Deutschland zu sein. Ihr habt wahrscheinlich nichts für Deutschland getan und Menschen, die mit einem Schlauchboot über das Mittelmeer fahren, um hier zu wohnen, tun mehr dafür, Deutsche sein zu können, als ihr.

Um das noch mal zu betonen: Ihr dürft froh sein, Deutsche zu sein. Ich bin ziemlich froh, Deutscher zu sein. Mir könnte es kaum besser gehen. Wir leben in einem ziemlich bequemen Land. Aber das ist ein Privileg, das mir zufällig angeboren wurde und nichts, für das ich gekämpft habe. Und genau so betrachte ich es auch.

Die Idee von Deutschland als multikultureller Gemeinschaft hat bisher nur eine ziemliche Verwässerung unserer Souveränität und unserer nationalen Identität geführt.

Offensichtlich weißt du nicht, was Souveränität bedeutet, denn es gibt wenig, von dem ich unsere Souveränität weniger bedroht fühle als von Zuwanderung. Käsekuchen vielleicht. Käsekuchen bedroht unsere Souveränität etwas weniger als das Ausstellen deutscher Ausweise, da gebe ich zu. Und Deutschland ist schon immer eine multikulturelle Gemeinschaft gewesen und wir müssen das nicht zurückfahren. Vor nicht mal zweihundert Jahren gab es kein Deutschland und wenn du fünf Meter in die falsche Richtung gelaufen bist standest du in einem anderen Land. Warum ich in Berlin Geborene jetzt mehr als Teil meiner „nationalen Identität“ sehen soll als in der Türkei Geborene verstehe ich nicht. Nationale Identität ist das Besitzen eines deutschen Ausweises. Sonst nichts.

Als Deutsche haben wir unsere eigene Kultur, unsere eigene Gesellschaftsordnung, unsere eigene Sprache und unseren eigenen Lebensstil.

Und wieder: Nationalität und Kultur gleichgesetzt. Ich wette mit dir, dass ich ziemlich viel von dem, was du jeden Tag tust, scheiße finde. Und du umgekehrt vermutlich auch bei mir. Wir beide haben also irgendwie keine gemeinsame Kultur, sind aber beide Deutsche. Ist jetzt meine oder deine Kultur die deutsche Kultur? Ich verrate dir die Antwort: Keine von beiden. Es gibt keine gesamtdeutsche Kultur und in einer Nation, die nur eine Kultur zulässt, will ich nicht leben. Weißt du, welche Nation nur eine Kultur zulässt? Nordkorea lässt nur eine Kultur zu. Willst du, dass Deutschland wie Nordkorea wird? Nein? Eben. Alternativ können wir auch meine Kultur zur Leitkultur machen und du wirst des Landes verwiesen, wenn du lieber Fußball als Dota spielst. Ist für mich okay.

‚Im Namen Gottes’ ist unser nationales Motto. Das ist nicht irgendein politischer Slogan der rechten Parteien. Wir haben dieses Motto angenommen, weil christliche Männer und Frauen diesen Staat nach christlichen Prinzipien gegründet und entwickelt haben.

Es stimmt weder das eine noch das andere. Die Bundesrepublik Deutschland hat kein nationales Motto (aus gutem Grund) und hätten wir eines, dann wäre es „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Und Deutschland wurde nicht als christlicher Staat gegründet sondern nach dem Motto der französischen Revolution: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Ich darf dich auf die Begriffe „Einigkeit“ und „Recht“ und „Freiheit“ besonders, „Gleichheit“ und „Brüderlichkeit“ noch am Rande hinweisen.

Es ist also auch nicht abwegig, dies an den Wänden unserer Schulen mit einem Kreuz zu manifestieren. Wenn Sie sich durch Gott beleidigt fühlen, dann schlage ich vor, Sie wählen einen anderen Ort auf der Welt als Ihren neuen Wohnsitz, denn Gott ist nun mal Teil unserer Kultur.

Doch, es ist abwegig. Wenn man Leuten einen Glauben vorschreibt verstößt das wenigstens gegen die Grundsätze Freiheit und Gleichheit, wahrscheinlich auch gegen Einigkeit, Recht und Brüderlichkeit. Nirgendwo in irgendeinem Dokument der Bundesrepublik Deutschland wird das Christentum als einzige Religion festgelegt. Im Gegenteil steht sogar ziemlich weit vorne im Grundgesetz, dass Religion und Staat nichts miteinander zu tun haben und dass jeder die Religion ausüben kann, die er will. Dass du das Christentum nicht genug verteidigt siehst ist also kein deutsches Problem, es ist nur dein eigenes.

Aber wenn Sie nichts anderes tun als reklamieren, stöhnen und schimpfen über unsere Fahne, unser Gelöbnis, unser nationales Motto oder unseren Lebensstil

Das mit dem Motto hatten wir ja schon, aber wo kommt denn das Gelöbnis jetzt auf einmal her? Die einzigen, staatlichen Gelöbnisse, die mir spontan einfallen, sind das der Bundeswehr und das des öffentlichen Dienstes. Bei der Bundeswehr ist sogar explizit festgelegt, dass jeder seinen eigenen Glauben in dieses Gelöbnis einbringen darf, die Formel „so wahr mir Gott helfe“ ist optional und kann weggelassen oder ersetzt werden. Das für den öffentlichen Dienst habe ich selbst abgelegt und ich habe geschworen, das Grundgesetz und die freiheitliche Ordnung Deutschlands zu verteidigen. Und beides sagt explizit, dass jeder Glauben kann, was er will.

RECHT UNS ZU VERLASSEN, WENN ES IHNEN NICHT PASST! Wenn Sie hier nicht glücklich sind, so wie es ist, dann hauen Sie ab! Wir haben Sie nicht gezwungen, herzukommen. Sie haben uns darum gebeten, hier bleiben zu dürfen. Also akzeptieren Sie gefälligst das Land, das SIE akzeptiert hat.

Du hast sehr schön dargelegt, dass dir die Ordnung des deutschen Staates offensichtlich nicht passt. Es ist sowohl dein gutes Recht, das zu denken als auch, es öffentlich zu machen. Umgekehrt ist es dann mein Recht, dich für einen Idioten zu halten, was ich hiermit tue. Dich hat auch niemand gebeten, herzukommen und ja, es ist auch dein Recht, uns zu verlassen, wenn dir das alles nicht passt. Und von mir sind Leute wie du hier auch nicht erwünscht, wenn du das Land nicht akzeptieren kannst, das dich akzeptiert. Andere Länder sind ja auch schön und du musst dafür nicht mal mit einem Schlauchboot über ein Meer fahren. Tschüss. Schreib bitte keine Karte.

Eigentlich ganz einfach, wenn Sie darüber nachdenken, oder?

Doch, wenn man darüber nachdenkt ist es wirklich ganz einfach: Du bist ein verkappter Nazi. Und Nazis nerven mich. Wird man ja wohl noch sagen dürfen.

One thought on “Definitiv keine Hate Speech”

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