Die besten Dateinamen auf meinen Desktop

Ich bin ein ziemlicher Datei-Messie. Wenn mir nichts besseres einfällt werfe ich alles auf meinen Desktop und es ist wie so ein schlimmer Unfall, bei dem man nicht wegsehen kann. Außerdem habe ich auch ein Talent dafür, Dateien Namen zu geben, die ich nach drei Minuten selbst nicht mehr verstehe und verwirre mich damit selbst. Aber ich habe auch keine Lust, meinen Desktop aufzuräumen, deshalb liste ich als alternative Beschäftigung meine liebsten Dateinamen von meinem Desktop auf:

  • background.jpg
  • fastMasterwork.py
  • Gamification (Ordner)
  • Rplot.png
  • shmupper (Ordner)
  • DBILcHjVoAETJj0.jpg
  • pyyyyythooooooon.png
  • nativelog.txt
  • tuuuuuuriiiiiing.png
  • index.png
  • 20160831154944_1-100680365-orig.jpg
  • MOTIV ERKENNEN.png
  • fifty.png
  • erberrern.png
  • online.png
  • Gedöns.pdf
  • germangram.png

Summer Breeze 2017

Wer bei meinem Twitter-Account aufpasst weiß, dass ich letzte Woche ziemlich lange auf einem Zeltplatz war. Und, dank der Kloflatrate, ehrlich gesagt sogar wo ich war: Auf dem Summer Breeze Open Air bei Dinkelsbühl. Es war zwar das zwanzigste Jubiläum, aber das erfuhr ich ehrlich gesagt erst, als ich die Tickets in der Hand hielt. Ich wurde einfach gefragt, ob ich denn mit möchte und hatte eh nichts vor. Ich habe dort viele tolle und weniger tolle Bands gesehen und mir sind ziemlich viele, seltsame Dinge passiert.

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E3 – Die Zusammenfassung eines Außenstehenden

Pressekonferenzen auf der E3 langweilen mich. Es ist 2017 und ich bekomme die selben Informationen acht Sekunden, nachdem die Konferenz vorbei ist einfacher und präziser und besonders unterhaltsam finde ich sie auch nicht. Eher peinlich. Das wurde in den letzten Jahren immer schlimmer. Schuld daran sind vor allem die absolut authentischen Gespräche bei Multiplayerspielen und Twitch-Stars, die ich nicht kenne, die einen Bildschirm anbrüllen. Außerdem sind sie in meiner Zeitzone praktisch nie zu besonders guten Zeiten und ich hab besseres zu tun als morgens um 3 irgendwas anzusehen. Aber was gesagt wird interessiert mich meistens schon.

Deshalb habe ich es dieses Jahr einfach so gemacht: Ich habe die Pressekonferenzen komplett ignoriert und mir morgens beim Frühstück Twitter angeschaut. Keine News-Seiten, keine Reddit-Threads, kein E3 Recap. Twitter. Und aus diesen Informationen habe ich versucht, die Nacht zu rekonstruieren und es wurde sehr schnell wirklich seltsam. Weil natürlich niemand irgendwas erklärt und nur über Dinge redet. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss jetzt herausfinden, was wirklich passiert ist.

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Fick dich, Dota! 🖕

Ich muss etwas loswerden. Dota ist eines der besten Spiele, die jemals entwickelt wurden. Ich stelle das als Behauptung auf und habe keine Lust, diese zu verteidigen, denn darum geht es mir nicht, ich wollte nur von Anfang an klarstellen, aus welcher Perspektive ich auf das Spiel schaue. Ich kenne es seit ungefähr acht Jahren, spiele es seit ungefähr vier und verfolge auch die Profiszene und Turniere sehr eng. Zum Finale des größten Turniers lade ich mir seit Jahren Freunde nach Hause ein. Ich saß auch schon in einem Stadion. Ich gab schon Standing Ovations für einen meiner Lieblingsspieler. Ich liebe Dota.

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WTF, Darts?!?

Gerade fahren alle total ab auf Darts und ich habe keine Ahnung warum. Ich komme auf Darts nicht klar. Ich verstehe Darts nicht. Also, ich verstehe Darts sogar ziemlich gut: Menschen werfen spitze Dinge in poröse Dinge und freuen sich mehr oder weniger, je nach dem, wo das spitze Ding das poröse Ding getroffen hat. Ich verstehe nur nicht, warum es dann auch noch Menschen gibt, die den werfenden Menschen dabei zusehen, weil Darts doch nun wirklich unter den langweiligsten Zuschauersportarten der Welt ist.

Alle Sportarten, wo man Leuten nur dabei zusieht, wie sie das Ding machen, sind langweilig anzusehen. Das einzige, worin sich Sportlerinnen und Sportler in diesen Sportarten voneinander unterscheiden ist, wie gut sie das Ding machen. Wer das Ding am besten macht gewinnt, alle anderen nicht, weil sie das Ding nicht so gut machen konnten. Fragt man sie hinterher, warum sie nicht gewonnen haben, ist die Antwort immer uninteressant: Meine Gegner haben das Ding besser gemacht als ich. Sie haben besser gedartst. Sie haben besser gesprintet. Sie haben besser gediskuswerft als ich.

Wenn ich lese, dass gerade wieder ein Sprintrekord gebrochen wurde, dann halte ich kurz inne und denke „Huh“, weil ich es wenigstens interessant finde, wie weit diese Leute ihren Körper getrieben haben. Ich möchte ihnen nur nicht dabei zusehen, denn das Sprinten ist furchtbar uninteressant, das wirklich spannende dabei sind die 2 bis 38 Jahre Training vorher. Aber nicht mal Leistungen kann man beim Darts richtig würdigen, weil es ein mathematisches Limit hat, wie gut man sein kann und niemand kann besser sein als dieses Limit. Und dieses Limit wird so oft erreicht, dass es bei Wikipedia eine Liste gibt von Leuten, die es live im Fernsehen erreicht haben, die so lang ist, dass sogar die Liste fast so uninteressant ist wie Darts.

Dann sagen Leute „Ja aber man geht zum Darts ja auch nicht wegen der dartsenden Leute, sondern wegen dem Publikum“ und dann frage ich „Gibt es da wo ihr herkommt denn keine Kneipen“, denn für diese muss man keine dreißig Euro Eintritt bezahlen, das Bier kostet weniger als ein Kleinwagen und in guten Kneipen wird man auch nicht rausgeworfen, bloß weil man sich ein Kostüm angezogen hat, das bei Aldi in der Karnevalszeit für weniger als den Eintrittspreis eines Dartturniers verramscht wurde. Oder, ich weiß nicht, wollt ihr stattdessen nicht zu einem Sport fahren, der auch wirklich spannend anzusehen ist, wo die Stimmung im Publikum in aller Regel ja auch nicht scheiße ist, außer vielleicht beim Golf? Wollen wir über Dota reden? Nein? Okay. Ich bin still. :(

Darts spielen ist sicher total lustig. Zum ersten Mal Darts gespielt habe ich mit, weiß nicht, sechs Jahren oder so und ich glaube zum letzten Mal gespielt habe ich es ungefähr um das Erreichen meiner Volljährigkeit, was auch zu den Darthighlights meines Lebens gehört: In einem Irish Pub, in Südfrankreich, leicht angetrunken, umgeben von betrunkenen Franzosen, mit richtigen Darts auf eine richtige Korkscheibe, während seltsame Musik mit Geigen und Flöten ertönte. Jetzt wo ich es so aufschreibe ist es praktisch ein Wunder, dass niemand verletzt wurde. Jedenfalls: Darts zu spielen ist sicher immer noch total lustig. Aber warum schaut man Leuten dabei zu? Warum?

Und, welche Trends findet ihr gerade total bescheuert?

Hi, ich bin Pascal und ich habe Fifty Shades of Grey gesehen

Und zwar aus diesem Grund: Er war kostenlos auf Amazon Prime und ich wollte nicht griesgrämig aus der Ecke motzend über den Film urteilen, ohne ihn wenigstens ein Mal gesehen zu haben. Das ist jetzt schon einige Wochen her, aber ich habe mich erst jetzt entschlossen, etwas dazu zu sagen. Und naja, sind wir ehrlich, das ist wirklich kein guter Film, aus Gründen, die an allen anderen Orten im Internet schon zur Genüge diskutiert wurden, also beschränke ich mich auf die beiden offensichtlichsten: Erstens funktioniert ein Roman, dessen hauptsächlicher Konflikt der innere Konflikt der Protagonistin ist nicht als Film ohne viel Arbeit zu investiere, was offensichtlich unterlassen wurde und zweitens habe ich absolut keine Ahnung, was Ana überhaupt an Christian findet. Andersrum kann ich wenigstens gut verstehen, warum sich Christian zu Ana hingezogen fühlt, also: It’s something?

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