Hallo Twitter-Archiv (2008)


Obligatorisches “Mein erster Tweet”. Immerhin kein “Oh, Twitter gibt es ja auch noch” oder “Ich glaube, das hier hält sich nicht lange”.


Wow, die Benzinpreise waren 2008 schon so abgefuckt? Hatte ich nicht mehr im Kopf.


Auch das war 2008. Tja.


Damals, als noch Jahr des Linux-Desktops war, und ich wirklich Linux auf dem Desktop benutzte.


Bevor die Versionsnummern inflationär wurden waren wir mal bei Firefox 3 als Neuerung. Wo sind wir jetzt, 31?


Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen: Ich verlor bei einem schlimmen Unfall die Domain meines ersten Blogs. Sie ist heute noch im Besitz eines Domain-Mietnomaden, der meint, er könne sie für mehr als die 10€, die ich ihm mal bot, verkaufen. Sonst wäre mein Blog heute auch schon 8 Jahre alt.


Das konnte mir bis heute niemand sagen und ich bin sehr froh, davon mal 100 gekauft zu haben, damit ich nie wieder welche suchen muss.


Poof, Bart.


Ich hatte offensichtlich ziemlich genau drei Monate lang noch das alte Xbox-Dashboard, mit den Blades. Das waren noch Zeiten, sag ich euch! Oppa erzählt vom Kriech!


Ach, ich hatte mich ja mal wirklich drauf gefreut. Und dann fiel ihnen ein, dass sie um diese Zeit ja gerade in den USA auf Tour sind und sie doch nicht kommen können. (Der Ersatz-Act war Equilibrium, ich will mich nicht beschweren.)


Ab und an muss man auch mal reflektieren.

Needs more oEmbed!

Keine Ahnung, warum ich das gemacht habe, aber Quickimages kann jetzt auch oEmbed. Also, es fungiert als Provider, was sollte es denn sonst tun? Die Änderungen sind noch nicht im Repository, aber auf images.frdnspnzr.de funktioniert es schon. Heute Abend komm ich vielleicht zum Aufräumen1, dann könnt ihr es auch bei GitHub sehen.

WordPress kann leider, warum auch immer, nicht mit meinen oEmbeds umgehen, auch wenn ich es explizit zur Whitelist hinzufüge und Discovery aktiviere. Um zu testen, ob ich korrekte Daten liefere, wollte ich $oEmbedTestService benutzen. Und weil es da draußen auch keine wirklich guten oEmbed Testservices zu geben scheint hab ich mir eben schnell einen eigenen zusammengehackt: oEmbed Tester.

  1. Und, wenn ich ehrlich bin, XML als Format zu implementieren.

Ich hab eine Mail an Universal geschickt

Hallo Universal-Team!

Ich weiß, dass diese Mail mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit maximal in der Presseabteilung ankommen wird. Aber verdammt, ich sollte das jemandem sagen, weil ich Angst habe, dass bei euch Entscheidungsträger sitzen, die einfach nicht wissen, wie genervt Leute von euren Produkten sind. Also, Person, die diese Mail ließt, leite sie bitte an deine Vorgesetzten und deren Vorgesetzte weiter, auf dass mir irgendjemand zuhört.

Heute habe ich mir Ridley Scotts Robin Hood angesehen. Ich schaue Filme oft nur ein einziges Mal, aber ich mag den Gedanken, Geld dafür auszugeben. Deshalb bin ich schon seit Jahren bei einem Versand-Verleih angemeldet, der mir ab und zu Filme auf Datenträger schickt. Mir wäre Streaming deutlich lieber, aber irgendwie ganz tief in mir drinnen kann ich verstehen, dass es für die Rechteinhaber schwer ist, so was als sinnvoll zu akzeptieren.

Heute legte ich also den Director’s Cut von Robin Hood in der BD-Version in eine Playstation 3, um mir den Film anzusehen. Dann musste der Film sich erstmal ein Update herunterladen, damit ich mir aktuelle, englischsprachige Trailer anschauen kann. Ich wiederhole: Ich gebe Geld für einen Film aus, der dann erstmal meine Zeit damit verschwendet, Werbung herunter zu laden, die, in einem Land, in dem Synchronisation ein Volkssport ist, nichtmal zielgruppengerecht ist. Aber gut, an den Quatsch hat man sich nach dem ersten Jahr irgendwie gewöhnt und immerhin konnte man die beiden Trailer überspringen. Und ja, es ist auch meine Schuld, den Internetzugriff überhaupt zu erlauben, aber ich hoffe immer noch, dass irgendwann irgendwo irgendwer irgendwas cooles mit dem Feature anstellt, statt mir einfach neue Trailer runter zu laden.

Dass diese fiesen Anti-Piracy-Spots mit dem Vater im Gefängnis irgendwann einem etwas freundlicheren, kurzen (dafür nicht überspringbaren) “DANKE SEHR” gewichen sind ist echt nett von euch, darauf könnte ich aber auch gut verzichten. Dass ich aus einer Liste mit gefühlten 200 Sprachen die von mir gewünschte auswählen muss hängt vermutlich auch irgendwie damit zusammen, dass die Trailer alle englischsprachig sind, weil Kapitalismus, Profit und Euroversion, okay, verstehe schon. Netterweise war auch der Hauptmenü-Vorspann von Robin Hood angenehm kurz und hübsch anzuschauen. Ihr seid immerhin nicht Panini. Habt ihr mal versucht, Stand Alone Complex von DVD zu schauen? Das ist übel. Aber trotzdem, wenn ich eh schon dabei bin: Der Hauptmenü-Vorspann muss sterben. Niemand sagt “Oh verdammt, wie sehr ich mich auf den Vorspann des Hauptmenüs freue!”. Niemand. Wirklich.

Um den Spannungsbogen der Mail aufrecht zu erhalten springen wir kurz in der Zeit vorwärts, bis dahin, wo ich den Film schon gesehen und das schlimmste hinter mir habe, okay? Ich mag es, mir Bonusmaterial anzuschauen. Nach einem Film einfach mal nebenbei eine Doku über die Entstehung laufen lassen finde ich super. Und naja, das Bonusmaterial von Robin Hood war ziemlich schlecht, aber das nur am Rande. Viel schlimmer ist: Ich habe das Menü nicht verstanden. Jetzt habt ihr im Hauptmenü sowieso schon einen mehrstufigen Menübaum, damit ich für die Extras ein weiteres Menü komplett anderer und schlimmer Struktur aufrufen kann. Also ehrlich: Ich bin gelernter Softwareentwickler. Ich studiere gerade Informatik. Ich hab schon viel schlimme Software bedient. Ich kann sogar ein SAP ERP geradeaus halten, wenn ihr so was auch habt tut ihr mir ein wenig leid, aber ihr wisst dann sicher, was ich meine. Und ICH habe zwei Minuten gebraucht, das Menü zu verstehen! Wie soll, sagen wir, meine Mutter bei so was zu Rande kommen? Habt ihr niemanden, der sich mit UI auskennt? Oder ist euch das einfach nur egal?

Das klingt jetzt, als fände ich das schon schlimm, aber wirklich ausschlaggebend dafür, meinem Kummer kund tun zu müssen, war ein Erlebnis während des Filmes. Der Director’s Cut geht gute zweieinhalb Stunden. Ich bin auch nur ein Mensch und musste nach ungefähr 90 Minuten pinkeln. Also hab ich die Wiedergabe pausiert und bin zur Toilette. Dann hab ich noch einen Tee gekocht und, weil ich ja eh schon in der Küche stand, die Spülmaschine ausgeräumt. Alles in allem war ich vielleicht zehn Minuten weg, also kein Zeitraum, bei dem ich erwarte, dass irgendwie die Playstation sich automatisch abschaltet oder so. Als ich wiederkam war nur noch das Universal-Logo auf dem Bildschirm zu sehen. Scheinbar hatte die BD auf eine Art Bildschirmschoner geschaltet, das ist eine gute Idee, wirklich. Aber. Dann wollte ich weitermachen und hab auf Play gedrückt. Meine Playstation sagte “Dieser Vorgang ist nicht verfügbar.” Huh? Ich kann einen pausierten Film nicht wieder starten? Na gut, mach mal dieses Pop-Up-Menü. “Dieser Vorgang ist nicht verfügbar.” Ach? Äh … Hauptmenü? “Dieser Vorgang ist nicht verfügbar.” Das ging noch ein wenig so weiter, ich probierte mal alle Knöpfe an der Fernbedienung aus, ihr könnt euch das sicher vorstellen. Nichts, der Film ließ sich nicht dazu bewegen, weiter zu laufen.

“Drecksverdammich!”, rief ich dem Fernseher entgegen und beendete die Wiedergabe. Vollständig. So mit zurück ins Menü der Playstation und so. Und dann startete ich die Wiedergabe erneut und ihr könnt euch vielleicht denken, was jetzt passiert ist. Universal-Intro ansehen. Trailer herunterladen. Trailer überspringen. Piracy-Vorspann ansehen. Universal-Intro ansehen. Sprache auswählen. Hauptmenü-Intro ansehen. Und dann konnte ich den Film nichtmal mehr fortsetzen. Ich musste allen Ernstes im Film herumspulen um die Stelle wieder zu finden, an der ich war! Weil ich pinkeln musste!

Und jetzt eine ernstgemeinte Frage: Warum ist das passiert? Wurde das nicht getestet? Ist Pausieren kein Anwendungsfall, der in euren Köpfen vorkommt? Oder ist euch einfach scheißegal, wie es mir geht, weil ihr denkt “LOL, zahlende Kunden, voll die Idioten” oder noch schlimmer “LOL, das bezahlt eh keiner, ziehen doch alle von Pirate Bay”? Weil, ganz ehrlich, das war mein erster Gedanke. Ich dachte “Pascal, der Torrent wäre schneller heruntergeladen gewesen als der Datenträger jetzt mit der Post zu dir gebraucht hat. Du hättest keine Trailer heruntergeladen. Du hättest keinen Piracy-Vorspann gesehen. Du hättest nicht im Menü irgendwas auswählen müssen. Und du hättest verdammt nochmal nach dem Pinkeln einfach auf Play drücken können. Und morgen müsstest du keine Papierhülle mit Plastikscheiben mit Daten darauf zur Post bringen, weil du neue haben möchtest, sondern würdest einfach irgendwann die Datei löschen, wenn die Festplatte voll ist.” Wollt ihr nicht, dass ich euch Geld gebe? Es scheint, ihr gebt euch Mühe, selbst mir, der ich gerne Geld für Filme ausgebe, Raubkopien schmackhaft zu machen! Und das verstehe ich nicht. Ich. Verstehe. Euch. Nicht. Verdammt! Sind Abmahnungen das bessere Geschäftsmodell? Ist es euch wirklich egal, wenn ihr eine der verhasstesten Industrien der Welt seid, kurz nach Anti-Tierbaby-Pestizid-Maschinengewehren? Wirklich, ich möchte wissen, warum mir so Sachen passieren, wenn ich Geld ausgebe und alles gut ist, wenn ich es nicht tue. Ich bitte euch ehrlich darum, mir das zu erklären!

Grüße,
Pascal Simon

Spinne? Spinne.

Es gibt ja so Leute, die behaupten, so ein Blog wäre sowas wie eine Therapie für sie. Kram von der Seele schreiben und so Zeug. Ich hab das früher mal gemacht, bin davon aber abgekommen, weil dafür andere Wege besser funktionieren1. Trotzdem versuche ich das jetzt nochmal, weil mir gerade etwas passiert ist, das für mich so traumatisch und prägend war wie nur wenige andere Ereignisse der letzten, sagen wir, paar Wochen. Es war so: Ich war mit Julian dazu verabredet, Halo zu spielen. Ich hab so ein sauteures Headset mit ungefähr 197.8-Sound und Mikrofon. Das Mikrofon habe ich meistens hoch geklappt, weil es mir sonst ja vor dem Gesicht rumhängt und nervt, aber man muss das ja auch runterklappen, um mit Leuten zu reden, also hab ich es runter geklappt, um mit Leuten zu reden.

Natürlich war es unachtsam von mir, das Headset nicht vor dem Aufsetzen auf unübliche Vorkommnisse zu prüfen, aber scheinbar saß irgendwo auf der Mikrofonspitze eine Spinne herum. Das war nicht einfach nur so ein Fitzel-Weberknechtlein, sondern eine richtige Spinne, der Körper ungefähr so groß wie der OK-Knopf meines TAN-Generators2 und spinnigen Spinnenbeinen, also so richtig massiv spinnig. Diese Spinne jedenfalls war nicht sonderlich angetan von meinem vorhaben, das Mikrofon nach unten zu klappen und flüchtete kurzerhand auf meine Stirn. Dort hielt ich sie zuerst für ein Haar (Hm), die verirren sich ja öfters mal, ihr kennt das, zumindest, wenn ihr lange Haare habt, das ein wenig kitzelt (Hmmm), aber dann merkte ich, dass es ein besonderes Haar sein muss, denn es bewegte sich sonderbar (Oha) und, wie ich ziemlich schnell begriff, zielgerichtet (Ahh) und schon schoben sich die ersten Beine auf meine Brille (AHHHHH). Den Controller, den ich natürlich in der Hand hielt, verlor ich komplett aus meinem Bewusstsein und fand ihn später wieder vor meinem Sitzsack, er scheint einfach der Schwerkraft gefolgt zu sein. Das Headset beförderte ich quer durch den Raum, was auch immer das sei könnte ja noch dranhängen, aber es war noch da und nachdem ich mir selbst ein wenig im Gesicht herumboxte fanden auch meine Brille und die Spinne, die ich jetzt zum ersten Mal als Spinne identifizieren konnte (ARGHLBLARGH) ihren Weg zum Boden und ich trat ein wenig darauf herum (auf der Spinne, nicht auf der Brille).

Oder, zusammengefasst: Mir ist eine verfickte Spinne durch’s Gesicht gekrabbelt und das war scheiße.

  1. Nein, das wird kein “Sucht euch mal Freunde im echten Leben, Kacknerds”, das schließt explizit auch Internet mit ein, und sowieso, Mimimi, das sollte eigentlich ein spaßiger Eintrag werden.
  2. Entschuldigt, nach diesem Erlebnis bin ich nicht für Vergleiche zu gebrauchen und muss mich dem bedienen, was ich hier vor mir sehe

Hey Pascal, welche blöden Subdomains hast du eigentlich in letzter Zeit gebaut?

Oh, nett, dass du fragst, es waren tatsächlich einige! Ein Beweis für die Theorie, dass Studenten zu viel Zeit haben ich mich leicht von lustigen Sachen ablenken lasse. Viel davon entstand mit freundlicher Mitarbeit der Mitarbeiter der Bibliothek des Fachbereichs Informatik an der TU Kaiserslautern. Nein, eigentlich nicht, aber dort, mit freundlicher Mitarbeit von Dings, den man nirgends verlinken kann, weil er mit seinem Server nur so dummen Kram macht wie sich iTunes Match kompliziert nachzubauen, statt 20€ in Apple einzuwerfen. Verratet bitte niemandem, dass ich Inline-Styles benutze.

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TIL: Gmail stellt keine Mails zu, die über Umwege den gleichen Absender und Empfänger haben

Ich habe, wie jeder Mensch im Internet (ja, jeder, Ende der Diskussion), eine Adresse bei Google Mail. Nennen wir sie mal ich@gmail.com. Wenn ich eine Mail von ich@gmail.com an ich@gmail.com schicke und diese über Google zustellen lasse dann kommt sie ein paar Sekunden später bei mir an. Wenn ich jetzt eine andere Adresse habe, sagen wir mal auchich@frdnspnzr.de, und diese so hintüddele, dass sie an ich@gmail.com weiterleitet (was ja durchaus Sinn ergibt) und ich jetzt von ich@gmail.com eine Mail durch Google an auchich@frdnspnzr.de schicke… kommt sie nicht an. In diesem Fall, aber natürlich nicht im ersten Fall, denkt Google, es sei klug, die Mail nicht zuzustellen, weil ich sie ja an mich selbst schicke.

Das steht irgendwo tief unten in der Hilfe, ergibt für mich in dieser Form gar keinen Sinn, bereitete mir gerade 30 Minuten Kopfschmerzen und passiert scheinbar öfter. Für den Fall, dass mal jemand dieses Wissen gebrauchen kann.

Tron: Legacy

Kann man schauen, muss man aber nicht. Der Film sieht wahnsinnig gut aus. Die Art-Abteilung gab sich sichtlich Mühe, den Look von Tron beizubehalten, aber dreißig Jahre nach vorne zu spulen. Dabei herausgekommen ist eine Welt, die sowohl massiv materiell als auch flüchtig und virtuell aussieht, mit ihrer Mischung aus schweren, schwarzen Bauten und hellen Lichtspielen. Zu tief in den Farbtopf wird leider nicht gegriffen, um die einfache Unterscheidbarkeit zwischen Gut (Blau) und Böse (Rot) ja nicht zu ruinieren, das hätte dem Film sehr gut getan. Abgesehen von Jeff Bridges Leuchtejesusmantel sind vor allem auch die Kostüme großartig, mit dem engen Latex und Plastik und den Lichtern und der starken Struktur. Alles andere an dem Film versagt leider mehr oder weniger.

Die Macher sehen leider nicht ein, dass der Film vor allem optisch besticht und versuchen, ihre nicht vollständig bescheuerte, aber sehr sehr flache, Handlung in den Vordergrund zu stellen. Das Script besteht hauptsächlich aus vorhersehbaren Wendungen und den dafür nötigen Dialogen und tröpfelt ganz seicht vor sich hin, ohne jemanden vor wirkliche Probleme zu stellen, durch die man nicht einfach durchflutschen könnte. Da können auch die Schauspieler nicht mehr viel rausholen. Garrett Hedlund lächelt sich so durch den Film, Olivia Wilde gibt sich Mühe, leidet aber sehr unter ihrem Charakter. Viel zu wenig Screentime haben Bruce Boxleitner (der, übrigens, unglaublich alt ist, Himmel!) und Michael Sheen. Jeff Bridges ist natürlich sehr, sehr großartig, leider hat man vergessen, ihm zu sagen, dass er nicht den Dude spielt, aber naja, den Bademantel hatte er eh schon dabei, da haben sie ein paar Leuchtröhren eingebaut und ihn machen lassen. Wer auch immer es für nötig hielt, dass ein mit Spezialeffekten verjüngter Jeff Bridges den Antagonisten geben darf, für den ist noch kein angemessener Kreis in der Hölle gebaut. Clu (und der junge Flynn ganz zu Anfang) sehen einfach in jeder Szene kaputt aus, weil auch die besten Spezialeffekte versagen, wenn in der Computerwelt sonst jeder von einem echten Menschen gespielt wird.

Allgemein fehlt es dem Film massiv an Geschwindigkeit, nicht nur wegen des übertriebenen und dummen Geschwätzanteiles, sie schaffen es sogar, dass die Actionszenen und der Fanservice kein bisschen in Fahrt kommen. Die Arenakämpfe mit den Discs sind wunderschön choreographiert, aber zu kurz. Das Lightcycle-Rennen ist… langsam. Dafür hätten sie einen Preis verdient, eigentlich. Was ein Actionschlachtfest bei Hochgeschwindigkeit mit Lichteffekten und Explosionen hätte werden können zeigt lieber in Zeitlupe, wie sich Lightcycles manifestieren und wieder zerspringen und Leute über den Boden schlittern. Das war vielleicht abgefahrener 3D-Porno, funktioniert aber ansonsten kein Stück. Es gab eine einzige, wirklich perfekte Szene, als Computernazischergen einen Computernachtclub stürmen, Computer-Daft Punk sich annicken und erstmal Computermusik auflegen und die Hölle aus akrobatischen Bewegungen und Licht losbricht, während Computerpimp Laserstrahlen aus seinem Computergehstock durch den Raum feuert. Das dauert so in etwa dreißig Sekunden, dann nehmen sie wieder schlagartig die Geschwindigkeit raus.

Über Logikfehler müssen wir gar nicht sprechen, oder? Gut, zwei habe ich. Erstens: Tron ist ein Computerprogramm. Eine Maschine. Er wurde umprogrammiert. Keine Chance, sich an früher zu erinnern und selbstständig die eigene Programmierung zu ändern. Mhmh. Auf keinen Fall. Zweitens: Wenn die User im Computer übermenschliche Kräfte haben, was in Tron so war und was Flynn Senior am Ende vom Tron: Legacy auch demonstriert, warum das alles? Warum rennen sie nicht einfach in die Stadt, lassen die Sau raus und fliegen heimwärts? Warum?

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